Beitragsbild Das Bild ist eine Montage und zeigt ein schwarzes Loch, in dem ein Universum entsteht.

Vom Werden und Vergehen eines strahlenden Sterns

Strahlend schön und doch verdammt zu fallen


Die Geschichte eines strahlenden Sterns ist gleichzeitig auch die Geschichte des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen.


Ich bin ein große Bewunderin des Universums und es war tatsächlich ein Physiker, der mich zu diesem Gedicht inspirierte. Er bedauerte es so sehr, dass die Poeten unserer Zeit keine Worte für diese unfassbare Schönheit voller Rätsel und Geheimnisse finden, dass ich mich herausgefordert fühlte. Und tatsächlich ist es keine leichte Aufgabe, dieses universelle Drama in Worte zu fassen.

Ich stimme seiner Feststellung zu, dass Menschen niemals vorher die Möglichkeit hatten, diese Schönheit und Weite mit ihren rätselhaften Phänomen bestaunen zu dürfen.

Da können einem vor lauter Ehrfurcht schon die Worte fehlen.

Bei dem Physiker handelt es sich im Übrigen um Michio Kaku.

Sehen wir einmal davon ab, dass ein Gestirn längst vergangen ist, wenn unsere Augen es erblicken und dessen Todeskampf ein Relikt der Vergangenheit ist, so ist es dennoch ein faszinierender und gleichzeitig erschreckender Vorgang, ob der gewaltigen Kräfte, die sich entladen. Es kommt sehr selten vor, dass Menschen den Todeskampf eines Sterns, natürlich im gebotenen Abstand, erleben dürfen. Auch, wenn es sich dabei um weniger als einen Wimpernschlag des Universums handelt.

Viele von uns werden vermutlich Zeugen eines so umfassenden, ein ganzes Universum erschütterndes Ereignis sein dürfen, wenn Beteigeuze, ein Stern im Sternbild Orion sich zur Supernova aufbläht. Dann werden wir das Drama über einen längeren Zeitraum mit bloßem Auge an unserem Himmel beobachten können. Manche Physiker rechnen täglich damit.

„Die Hand der Riesin“, das bedeutet ihr Name, wird dann unübersehbar sein.


Das Bild zeigt von Sternen ausgestoßenen Teilchen, die dazu beitragen die herrlichen Gas- und Staubwolken zu formen, die den Carina-Nebel bilden.
Bild mit freundlicher Genehmigung von NASA/ESA/STScI/AURA/University of California, Berkeley/N. Smith

Der gefallene Stern – ein universales Gedicht

Aus einem kosmischen Samen
der Dunkelheit entrückt
wurde sie aus  nebeligen Sporen zur Sonne geboren
und die Düsternis mit Licht beglückt

Mit der Zeit das Licht verwischt
vollkommen in sich gekehrt
jeder Funke in ihr erlischt
bevor sie in dunkle Blindheit zerfällt
ihr letzter Hauch ein allsichtbares Strahlen

Wenn sie gänzlich ihre Hüllen entbehrt
die zu staubigen Schattenrissen vergehen
sie aus ihrer kosmischen Sternenblase
in zuckenden Wehen ein Sternenkind gebiert

Der letzte Vorhang ist gefallen
in tiefster Schwärze gefangen
in die von ihr der Samen gelegt
aus dem sich eine neue Welt erhebt
nur um ihrer Einsamkeit zu entrinnen
und dieser nackten Singularität zu entkommen

An der Schwelle zum Nirgendwo
an diesem Punkt ohne Wiederkehr irgendwo
ein winziger Kristall der Erinnerung verbleibt
am Horizont an dem sie nichts zählt – die Zeit
bevor dieses Beben alles Sein durchdringt
und ein ganzes Universum zum Erzittern zwingt

Kein Entrinnen im galaktischen Sturm
sterbend in eine neue Form
auf den Punkt gebracht in endloser Dichte
bereit für eine neue Geschichte

In brennendem Begehren lichterloh
wird sie aus sich selbst zurückgeworfen
und aus ihrem Echo in eine neue Welt geboren
welcome to the Show!


Alle Rechte vorbehalten © 2021 by Carmina Philia


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Thumbnail YouTube Verlinkung zum Gedicht "Vom Werden und Vergehen eines strahlenden Serns"

Wenn Du auf den Link klickst, kannst du dir die Video-Version dieses Gedichtes in deutscher Sprache auf YouTube ansehen: 
https://youtu.be/re-GKx59xZo

Hier findest du die dramatische Geschichte in englischer Sprache: 
https://youtu.be/3tHHomGmgbE

ein Planetarischer Nebel, der Überrest eines sterbenden Sterns. Hierbei handelt es sich um die beste Aufnahme dieses wenig bekannten Objekts ESO 378-1, die bisher gewonnen werden konnte und wurde vom Very Large Telescope der ESO im Norden Chiles aufgenommen.

Auch, wenn die Lebenspanne eines Menschen nur ein Wimpernschlag des Universums scheinen mag, so sind es doch immerhin, zumindest augenbliklich, 8 Milliarden Augenblinzler. Wenn dich meine Gedanken zum Menschsein interessieren, schau doch mal rein: „Einfach Mensch – oder doch Superpower?“

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